Aufmaß nehmen

Heute hat das Möbelhaus jemanden zum genauem Maßnehmen in unserer Küche vorbeigeschickt. Normalerweise sei so etwas Sache von einer halben Stunde. Bei uns hat es 1 1/4 Stunde gedauert. Unsere Küche ist halt recht verwinkelt.

Früh morgens hatten wir schon angefangen, die Arbeitsfläche leerzuräumen. Das meiste landete vorübergehend erst einmal auf dem Esstisch. Aber es war auch eine Gelegenheit für eine Grundreinigung. Meine Frau war, glaube ich, recht lange damit beschäftigt, während ich bei der Arbeit war.

Da ich nicht da war, hatte ich ihr einen Fragenkatalog gegeben: Wie hoch wird die Arbeitsplatte? Kommen die Wandfliesen oder Wandpaneele hinter die Arbeitsplatte? Oder sollten sie besser erst darüber anfangen? Wohin soll die Steckdose für die Abzugshaube? Geht bei offenem Backofen die Küchentür noch auf und zu? Oder kann man die Schränke um ein paar Zentimeter versetzen, so dass dies möglich ist?

Die Fragen konnte der Vermesser nur teilweise beantworten. Fliesen kommen normalerweise hinter die Arbeitsplatte, Paneele lässt man eher darüber anfangen. Ein genauer Plan kommt noch. Mit der Abzugshaube kannte er sich nicht aus. Da sollen wir uns an den Verkäufer wenden. Damit Backofenklappe und Küchentür nicht kollidieren, hat er 8 cm zwischen Wand und Schrank eingeplant, natürlich mit einer Blende davor. Es würde aber trotzdem knapp werden.

Aber das Hauptergebnis des Ausmessens war: Uns fehlen knapp 30 cm! Was war denn da passiert? Hatte ich so falsch gemessen? Zum Glück nicht, konnte ich am Abend feststellen. Mein Grundriss war richtig gewesen. Aber der Berater im Möbelhaus hatte die Breite des Wandvorsprungs in der falschen Richtung in seinen Plan übernommen. Da muss man dann wohl einen 60-cm-Schrank durch einen 30-cm-Schrank ersetzen. Nicht schlimm. Im Internet finde ich schnell, dass unser Küchenhersteller auch so einen Schrank hat.

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