Silikon

Ganz fertig ist der Fußboden noch nicht. Die Dehnungsfugen zwischen alter Küchenhälfte und Anbau, zwischen Küche und Vorrat sowie rundherum zu den Wänden müssen noch mit Silikon ausgespritzt werden.

Tagsüber bin ich auf einem Workshop in Eschborn. Da nutze ich die Mittagspause, um mal eben nach Hause zu kommen und schon einmal mit Kreppband die Fugenränder abzukleben. Nach Feierabend geht es dann richtig los. 

Diesmal klappt es besser als im Vorrat. Als ich dort mit Silikon verfugt hatte, war es recht anstrengend gewesen, immer genug Silikon aus der Spritze herauszudrücken. Ich hatte die Düse wohl zu knapp aufgeschnitten. Jetzt weiß ich es besser. Man schneidet sie schräg auf, ruhig etwas großzügiger.

So geht es leichter und schneller. Ausspritzen, einen Plastikspatel in Wasser mit etwas Spülmittel eintauchen und dann damit das Silikon abziehen. Anschließend das Kreppband entfernen und noch einmal mit dem Finger glattstreichen, natürlich auch hier wieder mit vorherigem Eintauchen ins Spülwasser. Erschreckend nur, wie viel Silikon ich dabei verbrauche. Meine drei Flaschen sind nach gut der Hälfte der Arbeit bereits aufgebraucht. Also muss ich noch zum Baumarkt. Noch einmal drei Flaschen. Die letzte brauche ich dann aber doch nur noch zu Hälfte auf.

Das Herumschmieren mit Silikon ist jedenfalls eine Sauerei. Spätestens beim Entfernen des Kreppbands schmiert man sich die Hände voll. Neben Silikon habe ich so auch noch einiges an Küchenpapier bei dieser Arbeit verbraucht.

Mit dem Ergebnis bin ich erst einmal zufrieden. Meiner Frau fällt die Dehnungsfuge zwischen den beiden Küchenhälften gar nicht mehr auf. Wenn ich sie nicht gewarnt hätt, wäre sie wohl draufgetreten. Dabei ist in dieser Fuge nicht nur Silikon statt Fugenmörtel, sondern sie ist auch noch etwas breiter. Aber der Farbton ist so ähnlich, dass es einfach nicht auffällt.


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